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Frida Kahlo - Psychgraphie
2019. 08. 09.

Frida Kahlos Arbeit als Psychologin – in Ungarn ging man zur Psynapsis

 

Wer etwas über Fridas Arbeit weiß, sollte sich für den obigen Titel interessieren. Das Werk der tragischen Künstlerkollegin hat auch das Interesse von Psychologen geweckt und war Gegenstand einer bemerkenswerten Reihe von psychobiografischen Analysen.

 

Psychobiographie - Eine Analyse der Lebensgeschichte von Psychologen, meist psychoanalytisch, allgemein öffentlich oder historisch.

 

Die mexikanische Malerin hat im Laufe ihres Lebens viele physische und psychische Traumata erlitten, die sich in ihrer Arbeit stark widerspiegeln. Trotz ihres tragischen Lebens und eines turbulenten Privatlebens sagte sie: "Wag es zu leben, jeder kann sterben!" Bei näherer Betrachtung des Schaffens einer der größten Malerinnen des 20. Jahrhunderts mag vor allem der therapeutische Charakter ihrer schöpferischen Prozesse auffallen. Es ist unbestreitbar, dass wir heute in einem Kult von Frida leben und Accessoires und Objekte mit ihrem Porträts zu Symbolen des radikalen Feminismus geworden sind.

 

Laut der Psychologin Zsófia Zsidi ist dieses Phänomen auf die Tatsache zurückzuführen, dass die Persönlichkeit der Malerin äußerst spaltend ist - viele Menschen können sich gleichzeitig mit ihrer widersprüchlichen Persönlichkeit und ihrem Verhaltensmuster identifizieren.

 

Es hat sowohl weibliche als auch männliche Eigenschaften. Als Frau, die den Feminismus förderte und ihre Sexualität nicht verbarg, trug sie gern Männerkleidung, liebte aber auch schöne, traditionelle Frauenkleider. Sie versuchte, unabhängig und stark für die Welt zu sein, aber privat hatte er eine süchtig machende Beziehung zu Diego. Trotz ihrer süchtig machenden Beziehung war sie oft von anderen Männern und Frauen angetan, was ebenfalls ein starker Widerspruch ist. Obwohl sie in ihrer Beziehung zu Diego sehr liebevoll war, konnte sie nicht treu sein.

 

Manchmal ist das Leben eine grausame Muse, und nichts beweist es besser als Frida Kahlos Leben. Um ihre Psychobiographie wirklich zu verstehen, ist es wichtig, ihren Lebensweg zu kennen. Nicht nur ihre Werke, sondern auch unzählige schriftliche Memoireneinträge und Korrespondenzen erzählen von ihrem Leben. Die turbulente Beziehung zwischen ihrer Mutter und ihrem Vater muss einen großen Einfluss auf sie gehabt haben. Nach ihren eigenen Angaben wollten ihre Eltern kein Kind. Dies teilte ihr später ihre Mutter mit, die zu Beginn mit der Pflege von Frida betraut war. Also wusste Frida nicht, was mütterliche Liebe bedeutete, sie war ihrem Vater viel näher.

Aufgrund der vielen körperlichen Verletzungen und Fehlgeburten war sie vom weiblichen Körper "enttäuscht" und identifizierte sich auch mit ihrer Mutter, wodurch sie auch ihrem Vater viel näher kam.

 

In der Psychologie bezieht sich der Begriff Electra-Komplex (für Männer der Ödipus-Komplex) auf die Tatsache, dass das Kind um das dritte Lebensjahr mehr an sein nicht gleichgeschlechtlichen Elternteil gebunden ist und den gleichgeschlechtlichen Elternteil aus dem Beziehungs-Dreieck drängt.

 

Das freie Leben, der Alkoholkonsum und sexuelle Schwankungen können nach Ansicht einiger Psychologen auf eine Borderline-Persönlichkeitsstörung hinweisen, die Fridas emotionale Instabilität erklären kann.

 

Borderline-Persönlichkeitsstörung kann durch eine Kombination von biopsychosozialen Störungen verursacht werden. Die Beziehungen, die Stimmung und das Selbstbild der Person sind äußerst impulsiv und instabil und führen zu einem negativen, teilweise widersprüchlichen Verhalten des Patienten gegenüber sich selbst und seiner Umwelt.

 

Frida schuf bewusst oder unbewusst einen Mythos von sich. Da sie ihr Bild oft porträtierte und sich die meiste Zeit über ihrem Bett ein Spiegel befand, war sie sich sehr nahe, schuf aber Mythen über ihr Leben.
 

Zum Beispiel änderte sie ihr Geburtsdatum von 1907 auf 1910, um dieses mit dem Tag der Revolution zusammenzufallen zu lassen, und machte sich zum "Kind der Revolution". In Bezug auf ihre Herkunft gab sie an, dass ihr Großvater väterlicherseits nach Ungarn gezogen sei, was sie aufgrund ihrer späteren Beziehung zu Miklós Muray, einem ungarischen Fotografen, für wichtig hielt.

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