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Kubismus
2019. 08. 29.

Der Würfel wird weggeworfen! - Aber nicht im Kubismus

 

 Angard, Avantgarde!

 

In der Tat gehört der Kubismus zur avantgardistischen Kunstbewegung. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts begann man genau 1907, einen Platz zu erobern. Doch der Glücksstern stand nur sieben Jahre lang hoch: 1914, wahrscheinlich wegen des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs, endete seine Siegesreise. Trotzdem sind diese 7 Jahre ein bisschen wie Taft: Sie halten immer noch, zumindest in dem Sinne, dass Kubismus immer noch einen Einfluss auf die Kunst hat.

 

 

Nomen est Würfel


Der Name Kubismus kommt vom englischen Wort "Würfel" und bedeutet Würfel. Von einem gewissen Daniel Henry Kahnweiler, einem Galeristen wurde der Kubismus klar umrissen und Dieser war auch maßgeblich für die Verbreitung des Kubismus als Kunststil verantwortlich.

Kubismus ist eigentlich eine Form von Realismus: Sein Zweck ist es, die Realität zu präsentieren und diese Realität, nicht mit den bunten Pinselstrichen schlampiger Eleganz beschwören zu wollen.

 

 

                     

 

 siehe:

https://www.ideelart.com/magazine/cubism-facts

 

Die ersten Bilder von Picasso und Braque, die als Pioniere des Stils galten, waren eigentlich nur Würfel, und kein Wunder, dass die breite Öffentlichkeit  eher mit einem Grinsen als mit einem fröhlichen Lächeln Diesen zuzwinkerte.

Glücklicherweise konnten einige demütigende Blicke dem aufkommenden Kubismus nicht im Wege stehen.

Farblose Realität, mit ein wenig Übertreibung könnten diese beiden Wörter das Wesen des Kubismus zusammenfassen. Die Vertreter des Trends haben sich perlmuttartig von der seit der Renaissance vorherrschenden klassischen Raumauffassung verabschiedet.

Sie stellten sich Ideen über Perspektiven und Bildbearbeitung neu vor und erweckten ein Genre zum Leben, das von der naturwissenschaftlichen Revolution inspiriert war. Sie versuchten, die Relativitätstheorie und die Beziehung zwischen Raum und Zeit auf der Leinwand durch die flache Arkade der Geometrie einzufangen. Meist träumten sie von einfachen Motiven: Musikinstrumenten, Flaschen, Obsttellern und natürlich Menschen.

Sie zeichneten sich durch eine männliche Haltung aus. Anstelle von Lachs, Magenta, Koralle und Aquamarin (während Frauen über Farben sprechen) blieben sie bei den einfachen, leicht rauchigen Farben, die so leicht auszusprechen waren wie Braun, Blau, Rot, Weiß und Schwarz.

 

 

Drei geteilte kubistische Ära

 

Der Kubismus scheint märchenhafte Zahlen zu lieben: Er hatte ein goldenes Zeitalter von sieben Jahren und kann in drei Perioden unterteilt werden. Was angesichts der Kürze der Ära des Stils ziemlich überraschend ist.

 

Die Cézanne-Zeit (1907-1909)

 

Zu dieser Zeit wurde die klassische Perspektive beibehalten, aber die gekrümmten Kurven und Linien wurden langsam durch geometrische Linien und Winkel ersetzt. Und als Cézannes Erinnerung an Farbe verblasste, begann offiziell die etwas neblige Realität des Kubismus.

 

Die analytische Periode (1910-1912)

 

Zu diesem Zeitpunkt verwendeten die Kubisten keine geometrischen Elemente mehr. Perspektiven sind ihr neues Spielzeug geworden: Sie versuchen, jedes Objekt aus mehreren Blickwinkeln gleichzeitig zu zeigen. Wichtig war auch, dass die bemalten Objekte so detailliert wie möglich präsentiert wurden. Sie analysierten ihr lebloses Modell, und es ist kein Zufall, dass diese Ära gerade als die Analytisch ernannt wurde.

In dieser Zeit malte Picasso seine Geige und den Weinstock: Die Geigenkopfschnecke ist von der Seite zu sehen, aber die Schalllöcher sind von vorne zu sehen. Ja, komplexes perspektivisches Rendern ist genauso einfach. Zumindest ist es damit so beschrieben.

„Die leuchtenden Farben der damaligen Zeit ruhten am meisten in der Röhre, während das Braun-Schwarz eine Minute lang keinen Empfang hatte und die Armen ständig auf Leinwand gedrängt wurden.“

 

 

Die synthetische Periode (1913-1914)

 

Der Vorläufer des bevorstehenden Krieges waren zwar schon zu spüren, aber die Aussichten hatten sich subjektiv verbessert. Den Gemälden wurden weitere Gesichtspunkte hinzugefügt und auch die Farbenwelt wurde wieder reicher. Nicht, dass sie sich plötzlich einen Hubschrauber gekauft hätten, aber doch so, in dem Sinne, dass ihre roten, blauen und gelben Farbtöne wieder auf der Palette standen.

Die zu dieser Zeit gemalten Bilder sind lebendig wie ein noch tanzender Arm, der zum Leben erweckt wird.

Wie bereits erwähnt, gehören zu den wichtigsten Vertretern des Kubismus Georges Braque, Juan Gris, Fernand Léger und natürlich der unnachahmliche Pablo Picasso. Der Film über ihn (Picassos Abenteuer) ist ein Muss.

 

Die folgende Szene wird sie mit Sicherheit fühlen lassen:

https://www.youtube.com/watch?v=sZM51YM85IU

 

In Ungarn sind die Namen von János Kmetty, Lajos Tihanyi, Imre Szobotka und József Nemes-Lampérth als Diejenigen zu nennen, die im Bereich des Kubismus die Anerkennung anderer erlangen konnten. Im deutschen Sprachraum ist neben zahlreichen französischen Vertretern der Stilrichtung historisch auch Paul Klee zu erwähnen.

Also wird der Würfel geworfen, es lebe den Kubismus, der die Lust in die Kunst geschmuggelt hat!

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